Mittwoch, 16. Mai 2012

Österreichische Unternehmen auf Pinterest

von Marco Karnthaler


Pinterest, das 2010 in Kalifornien gegründete Netzwerk, ist seit einigen Monaten aus dem Social Media Universum nicht mehr wegzudenken. Pins & Repins sind Synonyme für die bild- und videobasierte Plattform. In Branchen-Medien wie Mashable, futurezone.at und t3n wird immer wieder gefachsimpelt, wie sich Unternehmen und Marken auf Pinterest optimal präsentieren und die Plattform für ihr Online-Branding nutzen können. Auch wir haben schon darüber berichtet und ein Pinterst-Manual mit Tipps & Tricks zum Download zur Verfügung gestellt.

Welche Unternehmen nutzen Pinterest? Einige Marken wie Adidas, Coca Cola, Diesel oder IKEA sind bereits auf Pinterest. Doch wie sieht es in Österreich aus? Welche Unternehmen haben den ersten Schritt gewagt? Ich habe etwas recherchiert und stelle fünf Beispiele aus unterschiedlichen Branchen vor. Am Ende des Artikels gibt es eine Liste mit weiteren Pinterest-Unternehmensprofilen.


Österreich Werbung
Pinterst-Profil: pinterest.com/austriatourism

Die Österreich Werbung hat Pinterest für sich entdeckt. Mit insgesamt 16 Boards, eines pro Bundesland, werden verschiedene Urlaubsdestinati- onen und Sehenswürdigkeiten in Österreich mit ansprechenden Bildern beworben. Boards zu Food & Wine, People & Traditions, Culture & Arts runden das Profil ab.


MQ - MuseumsQuartier Wien
Pinterest-Profil: pinterest.com/mqwien

Farbenfroh präsentiert sich das MuseumsQuartier auf Pinterest. Ob Sommer oder Winter - wie die Bilder der einzelnen Boards zeigen, ist dort immer etwas los. Mit Pinterest schafft das MQ, den Online-Auftritt optimal zu verlängern und informiert mit aussagekräftigen Bilderwelten etwa über Events wie der MQ Vienna Fashion Week.


KIA Austria
Pinterest-Profil: pinterest.com/kiaaustria

Auch eine Automarke hat einiges zu erzählen: Informativ und zugleich spielerisch präsentiert sich KIA mit über 20 Boards, die sowohl mit Bildern als auch mit Videos gefüllt sind. Mit dem Yearbook 1944-2012 zeigt das Unternehmen eindrucksvoll die Evolution ihrer Autos. Fans von Bewegtbildern kommen ebenfalls auf ihre Rechnung, neben österreich-ischen und internationalen TV-Spots, werden KIA-Info Videos zu verschiedenen Themen angeboten.


Manner
Pinterest-Profil: pinterest.com/mannerfreunde

Das Familienunternehmen zeigt, dass Tradition und moderne Kommunikationskanäle sehr gut zusammen passen. Zurzeit gibt es zwar noch nicht so viel auf diesem Marken-Profil zu entdecken, aber immerhin weiß ich jetzt, dass Manner auch außerhalb Wiens produziert und man/frau mit einem Aufriss gleich zehn Schnitten hat. ;)


Kleine Zeitung
Pinterest-Profil: pinterest.com/kleinezeitung

Die Online-Redaktion der Kleinen Zeitung dürfte in Sachen Pinterest ein Vorreiter unter den österreichischen Tageszeitungen sein. Vor allem Lifestyle-Artikel werden geschickt auf der Plattform eingebunden und verlinken natürlich wieder auf die eigene Website zurück.


Weitere Unternehmensprofile auf Pinterest


Dir fehlt eine Marke/ein Unternehmen in der Liste? Schreibe uns einfach einen Kommentar, wir erweitern die Liste sehr gerne!


Mittwoch, 9. Mai 2012

Die Internationalen Grundsätze der PR-Evaluation

von Kathrin Polster


Vor zwei Jahren wurden Kriterien zur Wertschöpfung von Public Relations festgelegt. Mitte Juni wird es in Dublin einen Update-Gipfel geben.

Die internationale PR-Branche fand sich im Juni 2010 im Rahmen eines Gipfeltreffens zusammen, um sieben Grundsätze für eine Evaluation der PR-Arbeit zu definieren. Bei diesem „2nd European Measurement Summit“ wurde vor allem diesen Fragen nachgegangen: Wie trägt Kommunikation zur Wertschöpfung bei? Kann man Public Relations, Mitarbeiter- und Kundenkommunikation konsequent an den Unternehmenszielen ausrichten? Sind Wirkungen messbar? Welche Methoden, Kennzahlen und Dienstleister gibt es?

Wir haben die sieben Grundsätze hier zusammengefasst, wie sie Christian Storck von der Deutschen Public Relations Gesellschaft damals aus Barcelona mitgebracht hat.

Andreas Baumgartner vom Sozialwissenschaftlichen Forschungsbüro rief sie Experten der Branche neulich in einer Veranstaltung des Public Relations Verbandes Österreich in Erinnerung:

7 internationale Grundsätze der PR-Evaluation
  • Zielsetzung und die Messung der Zielerreichung sind fundamentale Aspekte jedes PR-Programms.
    Die Ziele, die man im Zuge von PR-Aktivitäten anstrebt, sollen vorher festgelegt werden.
  • Medienevaluation muss Quantität und Qualität messen – Clippings allein reichen nicht aus.
    Die Wirkung von PR muss messbar sein, dabei stehen Qualität und Quantität gleichermaßen im Fokus.
  • Anzeigenäquivalenzwerte messen weder die Wertschöpfung von PR, noch liefern sie Anhaltspunkte für zukünftige Aktivitäten.
    Die Branche ist sich einig: Der Werbeäquivalent spiegelt den Wert der PR-Arbeit nicht wieder.
  • Social Media können und sollten gemessen werden.
    Grundsätzlich sollten Social Media in die PR-Arbeit miteinbezogen werden.
  • Die Messung von Outcomes ist der Messung bloßer Medienresonanz vorzuziehen.
    Öffentlichkeitsarbeit zu betreiben ist mehr als der verwertete Output von Medien.
  • Geschäftsergebnisse können und sollen gemessen werden, wo immer es möglich ist.
    Am Ende des Tages sollte es auch möglich sein, den Einfluss auf den Geschäftserfolg zu evaluieren. 
  • Transparenz und Wiederholbarkeit sind oberstes Gebot verlässlicher Evaluation.
    Eine professionelle Evaluation soll nachvollziehbar sein.

Gründe für die Erfolgskontrolle

Baumgartner hielt von Anfang an fest, dass eine nur einmalige Evaluation wenig Sinn mache, da das Ziel einer Evaluation eine Feedbackschleife sein sollte. Außerdem sei Evaluieren weitaus mehr als schlichtes Messen, denn das Abgleichen der Ergebnisse mit den Kommunikationszielen, die Interpretation, die Entwicklung strategischer Schlussfolgerungen und eine periodische Durchführung gehören zu einem Wertschöpfungs-prozess genauso dazu. Abgesehen davon ist es notwendig, ein auf PR-Maßnahmen zugeschneidertes System aufzubauen. Die Tools müssen passen.

Aus den gewonnen Ergebnissen sollen neue Entwicklungen gesteuert werden, aus den gewonnenen Erfahrungen sollen Lehren gezogen werden.

Den Hauptgrund für eine Evaluation stellt die Erfolgskontrolle dar. Diese wiederum sollte in die strategische Kommunikationsplanung einfließen. Das Identifizieren und Etablieren von nachhaltigen Faktoren wie der Reputation runden den Prozess ab.


Welche Konsequenzen sollen die Barcelona-Kriterien haben?

Baumgartner wünscht sich:
  • Neue maßgeschneiderte Tools
  • Vergleichbarkeit von Evaluierungen
  • Erfahrungen als strategischen Standard
  • Evaluierungen nicht als Erfolgsbestätigung, sondern als Feedbackschleife inklusive einer Interpretation des Projektes zum Nachjustieren der PR-Aktivitäten
Von 13. bis 15. Juni 2012 gibt es ein weiteres Gipfeltreffen in Dublin.


PRVA Arbeitskreis Wertschöpfung

Auch der PRVA beschäftigt sich seit längerem mit dem Thema Wertschöpfung durch Kommunikation. Managing Director der match group, Gabriele Brandner, gestaltet diesen aktiv mit und wird demnächst darüber berichten.